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Baader Protuberanzen-Ansatz 1,5A

Die Sonne im H-Alpha Licht

Kurz-Info Sonne
Die Sonne steht im Mittelpunk unseres Planetensystems und hält die neun Planeten durch ihre enormen Gravitationskräfte auf ihren elliptischen Umlaufbahnen gefangen. Die Strecke zwischen der Sonne und unserer Erde beträgt 149.500.000 km. Ein Lichtstrahl durcheilt diese Entfernung in 8 Minuten30 Sekunden. Ferner besitzt die Sonne einen Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometer, ist somit 109 mal größer, als die kleine Erde mit 12.756 km Durchmesser.

Unser aktiver Stern hat noch mehr beeindruckende Daten zu bieten. Druck und Temperatur im inneren der Sonne, 200 Milliarden bar und 15 Millionen Grad Kelvin. Die Temperatur auf der uns sichtbaren Sonnenoberfläche ist im Bereich von 5000° Kelvin angesiedelt. Der Masseverlust unseres Zentralgestirns beläuft sich auf circa 4 Millionen Tonnen pro Sekunde!

Kurz-Info Protuberanzenansatz
Für den Sternfreund sind Sonnenflecken und Protuberanzen mit Zusatzgeräten beobachtbar.
Der klassische Protuberanzenansatz ist ein raffiniertes optisch/mechanisches Präzisionsbauteil. Das Herzstück eines Kegelblendengerätes ist ein möglichtst schmalbandiges H-alpha Filter, welches die Abblockung des gesamten Spektrums, vom UV-Bereich bis ins tiefe Infrarot, gewährleistet.

An der rechten Position des abgebildeten Protuberanzenansatzes erkennen Sie einen Kegel, welcher die Funktion übernimmt, die Sonnenscheibe exakt abzudecken. Der Durchmesser dieser Kegel muss sehr genau an die jeweilige Brennweite des Beobachtungsinstrumentes angepasst sein. Des weiteren befindet sich eine von außen verstellbare Irisblende im Ansatzgehäuse, die zur Streulichtunterdrückung Verwendung findet. Links auf dem Bild ein 90° Umlenkprisma mit eingesetztem Okular (Lupe).

Visuell können Sie bei der Protuberanzenbeobachtung im Verlauf einer halben Stunde Veränderungen miterleben, die in der Nachtastronomie nicht vorkommen. Die Gasausbrüche sind folglich ein höchstdynamischer und interessanter Prozess. Hierbei werden „ganze Welten“ in den Weltraum geschleudert. Höhen von 100.000 km bis 300.000 km und mehr sind keine Seltenheit.

Der Wetterfaktor spielt auch bei dieser Beobachtungsvariante eine wichtige Rolle, je ruhiger und transparenter die atmosphärischen Schichten sind, desto schöner und beeindruckender präsentieren sich die „Sonnenfackeln“ dem Beobachter.

Gefahren-Hinweis!
Grundsätzlich ist bei jeglicher Beobachtung der Sonne größte Vorsicht geboten. Kommen Sie nicht in Versuchung mit einem Fernglas/Fernrohr, gleichgültig wie klein oder groß, ohne die zwingend notwendigen Schutzmaßnahmen zu beachten, in die Sonne zu sehen. Die Folgen sind irreparabel, denn in Sekundenbruchteilen ist Ihr Augenlicht stark geschädigt oder im schlimmsten Fall für immer verloren.

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