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Sonne - Refraktion

VSS Galerie von Harald Wochner

Sonnenuntergang am 13. Oktober 2005 - Die Refraktion verformt den Sonnenball.

Die Sonne - Auf den ersten Blick ist das Bild nicht einzuordnen und irritiert den Betrachter.

Fotomontage: Untergang der Sonne am Abend des 13.10.2005

Die Fotomontage dokumentiert den Untergang der Sonne am Abend des 13. Oktober 2005. Durch die Einwirkung der atmosphärischen Refraktion ( Strahlenbrechung ) wird die Sonnenscheibe innerhalb einer Minute mehrfach extrem verzerrt und bietet dem Beobachter ein ungewöhnliches Naturschauspiel.

An diesem Morgen herrschte eine ausgeprägte Inversionswetterlage, bei der durch Überlagerung von kalten durch warme Luftschichten, ein Austausch der Luftmassen verhindert wurde. Während der Sonnenball die Grenzschichten durcheilt wird er oft bis zur totalen Unkenntlichkeit verzerrt ( Refraktion ).

Durch die Einwirkung der atmosphärischen Refraktion ( Strahlenbrechung ) wird die Sonnenscheibe innerhalb einer Minute mehrfach extrem verzerrt und bietet dem Beobachter ein ungewöhnliches Naturschauspiel.

Kurz-Info
Durcheilen Lichtstrahlen die dichteren Schichten unserer Erdatmosphäre erfahren diese eine Strahlenbrechung (Refraktion), die zu einer scheinbaren Hebung der Gestirne führt. Am Horizont beträgt sie bei einem Luftdruck von 760mm und +10°C immerhin 35´24´´. Das bedeutet, dass die Sonnenscheibe, die etwa ein halbes Grad Durchmesser besitzt, gerade aufgegangen erscheint, obwohl sie tatsächlich noch unter dem Horizont steht.

Mit der Refraktion ist am Horizont eine meist ovale Verzerrung der Sonnen- und Mondscheibe verbunden, die erst wieder verschwindet, wenn der Himmelskörper höher über den Horizont wandert.

Der Betrag der Strahlenbrechung nimmt bei steigendem Luftdruck und sinkender Temperatur zu und umgekehrt. Nur in dem Fall, dass ein Gestirn genau im Zenit steht, verschwindet das Phänomen. Für erdgebundene astronomische Positionsbestimmungen ist die Strahlenbrechung zu berücksichtigen.

Daten: 13. Oktober 2005 - Digitalkamera: Canon EOS 300D - Fotograf: Harald Wochner

Gefahren-Hinweis!
Grundsätzlich ist bei jeglicher Beobachtung der Sonne größte Vorsicht geboten. Kommen Sie nicht in Versuchung mit einem Fernglas/Fernrohr, gleichgültig wie klein oder groß, ohne die zwingend notwendigen Schutzmaßnahmen zu beachten, in die Sonne zu sehen. Die Folgen sind irreparabel, denn in Sekundenbruchteilen ist Ihr Augenlicht stark geschädigt oder im schlimmsten Fall für immer verloren.

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