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Sonne - Grüner Strahl / Grüner Blitz

VSS Galerie von Harald Wochner

Grüner Blitz (Grüner Strahl) am 02. Februar 2006 - Ein seltenes atmosphärisches Beugungsphänomen

Digitale Vergrößerung des Grünen Blitzes an der Sonne - Aufnahmeort Witthoh bei Tuttlingen/BW

Grüner Strahl am 07. Januar 2006 - Aufnahmeort war der Feldberg im Schwarzwald/BW

Grüner Strahl am 07. Januar 2006 - Aufnahmeort war der Feldberg im Schwarzwald/BW

Fünf Sekunden später zeigte sich rechts ein weiterer Grüner Strahl bzw. Saum, jedoch visuell schwächer.

Ausschnittvergrößerung des rechts erschienenen Grünen Strahls bzw. Saums - Fotograf Harald Wochner

Sonne am 01. November 2006 gegen 18:00 MEZ über der Festungsruine Hohentwiel bei Singen/BW

Grüner Strahl am 01. November 2006 gegen 18:00 MEZ durch ein MTO 10/1000mm fotografiert.

Sequenzvergrößerung 1 - Grüner Strahl am 01. November 2006 gegen 18:00 MEZ am Hohentwiel.

Sequenzvergrößerung 2 - Grüner Strahl am 01. November 2006 gegen 18:00 MEZ am Hohentwiel.

Sequenzvergrößerung 3 - Grüner Strahl am 01. November 2006 gegen 18:00 MEZ am Hohentwiel.

Grüner Strahl am 01. Februar 2006 bei Sonnenaufgang - Standort Witthoh - Silhouette Allgäuer Alpen.

Als die Sonne aufgegangen war zeigte sich noch der Rote Strahl bzw. Saum an dem unteren Sonnenrand.

Harald Wochner schreibt zu seinen Beobachtungen.
Bei Sonnenaufgang sah ich einen gigantischen Grünen Blitz, seither weiß ich, warum diese Erscheinung Grüner Strahl bzw. Grüner Blitz heißt. Es war, als würde jemand per Knopfdruck einen sehr hellen punktförmigen Blitz zünden, und das ohne erkennbare Anzeichen beim Aufgang der Sonne. Aber die Helligkeit und diese türkisblaue Farbe waren einfach überwältigend unbeschreiblich schön. Die Fotos sind nur ein fader Abguss des wahren visuellen Erlebnisses.

Kurz-Info 1
Voraussetzung für die Entstehung des Grünen, Blauen oder Roten Strahles an der Sonnenscheibe ist extrem klare Luft in Verbindung mit einer sehr ruhigen, geschichteten Atmosphäre mit Schichten unterschiedlich dichter Luftmassen.

Kurz-Info 2
Durcheilen Lichtstrahlen die dichteren Schichten unserer Erdatmosphäre erfahren diese eine Strahlenbrechung (Refraktion), die zu einer scheinbaren Hebung der Gestirne führt. Am Horizont beträgt sie bei einem Luftdruck von 760mm und +10°C immerhin 35´24´´. Das bedeutet, dass die Sonnenscheibe, die etwa ein halbes Grad Durchmesser besitzt, gerade aufgegangen erscheint, obwohl sie tatsächlich noch unter dem Horizont steht.

Mit der Refraktion ist am Horizont eine meist ovale Verzerrung der Sonnen- und Mondscheibe verbunden, die erst wieder verschwindet, wenn der Himmelskörper höher über den Horizont wandert.

Der Betrag der Strahlenbrechung nimmt bei steigendem Luftdruck und sinkender Temperatur zu und umgekehrt. Nur in dem Fall, dass ein Gestirn genau im Zenit steht, verschwindet das Phänomen. Für erdgebundene astronomische Positionsbestimmungen ist die Strahlenbrechung zu berücksichtigen.

Gefahren-Hinweis!
Grundsätzlich ist bei jeglicher Beobachtung der Sonne größte Vorsicht geboten. Kommen Sie nicht in Versuchung mit einem Fernglas/Fernrohr, gleichgültig wie klein oder groß, ohne die zwingend notwendigen Schutzmaßnahmen zu beachten, in die Sonne zu sehen. Die Folgen sind irreparabel, denn in Sekundenbruchteilen ist Ihr Augenlicht stark geschädigt oder im schlimmsten Fall für immer verloren.

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