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Entstehung Mondfinsternis

Kosmisches Schattenspiel

Grafische Darstellung - Die Entstehung einer totalen Mondfinsternis.

Collage - Impressionen der totalen Mondfinsternis vom 03.März auf 04. März 2007.

Collage - Impressionen der totalen Mondfinsternis vom 03.März auf 04. März 2007.

Fotos
Die allgemeine Wettersituation in der Region war in der Mofi-Nacht denkbar schlecht. Regen und starke Bewölkung wechselten sich ab. Trotz dieser Bedingungen sind Christian Schuchter, Harald Wochner, Maik Baumann und Tobias Dietrich von der Sternwarte Singen e.V. zahlreiche, eindrucksvollen Schnappschüsse der Mofi gelungen.

Daten
Daten: Impressionen der totalen Mondfinsternis vom 03.März auf 04. März 2007. Daten zur Finsternis: Eintritt des Mondes in den Kernschatten 22:30 MEZ - Totale Finsternis 23:44 MEZ bis 00:58 MEZ - Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde 02:12 MEZ.

Kurz-Info

In den meisten Monaten führt die Neigung zwischen Erd und Mondbahn dazu, dass der Vollmond nördlich oder südlich des Erdschattens vorbeizieht. Etwa jedes halbe Jahr gelangt er jedoch in die Nähe oder in den dunklen Kegel des Erdschattens, der sich von der Erde aus weit in den Raum erstreckt. Dann finden Sonnenfinsternisse und Mondfinsternisse statt. Mondfinsternisse können partiell oder total sein, je nachdem, wie weit der Mond in den Erdschatten eintaucht. Der Schatten unseres Planeten zeigt auf die Sterne wie ein dunkler Strahl. Er ist zunächst so groß wie die Erde selbst, verschmälert sich aber bis zur Mondbahn. Dort ist der Erdschatten immer noch etwa dreimal so groß ist wie der Mond. Trifft der Erdschatten auf den Mond, kann jeder Erdenbürger auf der Nachtseite unseres Planeten die Mondfinsternis beobachten.

Das Aufsehen erregende an einer Mondfinsternis ist die ungewöhnliche rötliche Färbung des Himmelskörpers. Wenn die Erde keine Atmosphäre besäße, wäre der verfinsterte Teil des Mondes schlicht tiefschwarz. Die Lufthülle, welche die Erde umgibt, verhält sich jedoch wie eine einfache Linse oder ein Prisma: Sie beugt die Lichtstrahlen der Sonne in den Schattenbereich hinein und färbt dabei das Licht tief kupferrot.

Fotos: Harald Wochner 2007 und Tobias Dietrich 2004.

Zwei Mondsicheln - Wo ist der Unterschied?

Linkes Bild1

Zeigt eine " Mondsichel " während der totalen Mofi am 04. März 2007 gegen 01:18 MEZ - Teleskop: Celestron C8 - 200/2000mm - Schmidt-Cassegrain.

Rechtes Bild 2
Zeigt die Sichelgestalt des zunehmenden Mondes am 24. April 2004 - Teleskop: Skywatcher 200/1000mm Newton Spiegelteleskop auf einer EQ6 Montierung.

Situation Bild 1
Während einer Mondfinsternis stehen die Himmelsobjekte Sonne, Erde und Mond auf einer Linie und in einer Ebene. Deshalb fällt das Licht der Sonne frontal auf unseren Trabanten und es entsteht folglich keine plastische Licht- und Schattenwirkung. Die sonst so markanten Mondkrater erscheinen strukturlos in den dunklen Mondmeeren eingebettet. Die " Mondsichel " entsteht nicht wie üblich, sondern durch die langsame Wanderung des Erdschattens auf der Oberfläche des Trabanten. Das Aussehnen der Licht- und Schattengrenze erscheint eher diffus und nicht scharf begrenzt. Über einen weiten Bereich erstreckt sich eine Dämmerungszone, wie wir sie von unserem Planeten Erde kennen. Grund dafür ist die Atmosphäre der Erde, die das Licht der Sonne streut und den kegelförmigen Erdschatten nicht messerscharf begrenzt.

Situation Bild 2
Die bekannten Mond-Phasen entstehen durch die unterschiedliche Konstellation der Gestirne Sonne, Mond und Erde zueinander. Je nach Phase ist deshalb nur ein Teil der von der Sonne angestrahlten Mondkugel, von der Erde aus zu sehen. Da der Erdschatten hierbei keine Rolle spielt und der Mond keine Atmosphäre besitzt, erscheint die Licht- und Schattengrenze in einem Teleskop messerscharf getrennt. Ein Astronaut könnte mit einem einzigen Schritt vom Mondtag in die Mondnacht gehen. Da bei den verschiedenen Mondphasen das Sonnenlicht in einem schrägen Winkel auf die Oberfläche des Mondes trifft, sind die Krater und Strukturen sehr plastisch und eindrucksvoll zu erkennen. Außer etwa drei Tage vor und nach Vollmond ist eine lohnende Betrachtung des Mondes nicht sinnvoll, weil die Sonnenstrahlen nahezu senkrecht auf die Oberfläche des Mondes einfallen.

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